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HIGHLAND TRAILS 2013

Ein Reisebericht von Andreas Ehler (Reiseteilnehmer)

Am Flughafen werde ich von Carmel und Till von SOMMERKIND Sportreisen abgeholt. Ich freue mich, die beiden nach langer Zeit mal wieder zu sehen.

Es liegen fünf Stunden Autofahrt von Glasgow nach Portree vor uns, jedoch sorgt die Vorfreude auf die Trails in den nächsten Tagen und die imposante Kulisse dafür, dass die Zeit wie im Fluge vergeht.


In Portee übernachten wir in einem B&B etwas außerhalb gelegen. Beim Abendessen erklärt uns Till die Strecke, die wir am nächsten Tag vor uns haben. Die Vorfreude ist riesig.

So geht es am Dienstagmorgen, nach einem schönen British Breakfast, zuerst mit dem Auto nach Flodigarry, zum Start der ersten Etappe. Rauß aus dem Auto und sofort auf den Trail. Die erste Etappe, ca. 27 km und 1500 Hm, war für mein Empfinden die schönste der ganzen Tour, wobei sich die Etappen unweigerlich nicht vergleichen lassen.


Das Wetter am heutigen Tag war perfekt! Kein Regen (von kleinen Tröpfchen mal abgesehen). Somit wartet ein wunderschönes Naturerlebnis mit ständigem Auf und Ab auf uns. Wir laufen auf einem langem Kammpfad entlang bis zum „Old Man of Storr“, einer bekannten Felsformation auf der Isle of Skye. Ich bin total fasziniert von der grünen Landschaft, den tollen Ausblicken und der absoluten Ruhe. Laufen, abschalten, weit ab von Menschenmassen. Das Picknick machen wir auf halber Strecke. Carmel hat köstliche Lunch Pakete für uns gezaubert, bei denen keine Wünsche offen bleiben. Den Schluss der Etappe ziert ein schöner Downhill nach Storr. Hier treffen wir dann wieder auf Menschen, die zum „alten Mann“ rauf wandern, während wir den Downhill genießen.

Mit dem Auto geht’s zurück nach Portree. Diese Nacht werden wir in einem Hotel verbringen. Doch bevor es ins Bett geht, wird natürlich landestypisch gegessen. Den Abend lassen wir, wie am Tag zuvor, im örtlichen Pub bei Livemusik und dem einen oder anderen Bier ausklingen.

Am Mittwoch geht es dann nach dem typischen Frühstück mit dem Auto wieder zum Old Man Of Storr. Dort starten wir zur längsten der 4 Etappen, haben aber heute weitaus weniger Höhenmeter vor uns. Wir durchlaufen eine Moorlandschaft. Es dauert keine zwei Kilometer bis wir mit den Füßen komplett im Matsch stehen. Gleich mal vorne weg, die nassen Füße werden von nun an unser ständiger Begleiter sein. Nach ca. 13km Matschtrails vom feinsten erreichen wir Portree. Nun dürfen wir durch unseren Übernachtungsort der ersten 2 Tage laufen und können uns auch gleichzeitig von hier verabschieden. Zurück werden wir, zumindest während dieser Tour, nicht mehr kommen. Bei Kilometer 17 gibt es heute ein Picknick. Nein, keine Lunchbox, sondern ein richtiges Picknick, das Carmel für uns gezaubert hat. Perfekt organisiert, der Slogan „Sie laufen, wir kümmern uns um den Rest“ trifft zu 1000% zu. Gestärkt geht es weiter, kein Trail, sondern entlang einer abgelegen Straße. Ca.15 km auf und ab, das zehrt schon an den Kräften aber in der Gruppe macht es natürlich Spaß. Die letzten Kilometer der Etappe nach Sligachan führen uns über einen super schönen Trail am Loch Sligachan entlang, bis kurz vor das Hotel. Auf diesen letzten 4 km bekommen wir den ersten Vorgeschmack auf die schottische Wetterbedingung. Es fängt an zu Regnen, oder besser zu schütten. Aber das kann die Trailfreude nicht im geringsten trüben. Außerdem werden wir noch durch einen wunderschönen Regenbogen entschädigt.

Duschen, umziehen und Abendessen steht auf dem Plan. Danach gibt es noch einen Videoabend mit dem Film „Heaven an Hell“, eine Doku über den GORE-TEX Transalpin Run.

Am Donnerstag geht es dann direkt vom Hotel aus auf den Trail. Das Wetter heute? Naja man könnte es mit „Nass“ beschreiben. Nass von oben in Form von Regen und nass von unten in Form von Bach -und Flußquerungen, die wir auf den ca. 20 km vor uns haben. Zuerst verläuft die Strecke auf schmalen Pfaden, die sich aber durch den Regen eher zum Bach entwickeln. Dann führt uns der Weg an wunderschönen Buchten und Felsen entlang bis nach Elgol. Zwar haben wir mit dem Wetter heute kein Glück, aber ich denke das gehört in den Highlands dazu. Spaß hat es auf alle Fälle gemacht.

In Elgol wartet Cramel mit dem Auto und unseren Wechselkleidern bereits auf uns. Vom Regen keine Spur mehr, die Sonne nimmt uns zum Ziel in Empfang. Auf dem Weg zum B&B halten wir noch an und gönnen uns unterwegs Kaffee und leckeren Kuchen. Als wir in Broadford im B&B ankommen, bekommen wir von der Besitzerin auch gleich Kaffee und Kuchen angeboten. Verhungern war wirklich nicht möglich. Nach dem Abendessen gibt es heute nochmal eine Video Session. So leider ist es schon Freitag, das heißt heute laufen wir schon die letzte Etappe der Tour. Heute sind es nur lockere 15 km mit ein paar Höhenmetern, ganz gemütlich zum ausklingen. Nach 2 Stunden haben wir unser Ziel Broadford zu Fuß erreicht. Damit liegen 94 km und 3400 Hm hinter uns. Auf halber Strecke ist uns Carmel entgegen gelaufen. So konnten wir die letzten 6 km, alle zusammen auf den Trails verbringen. Einfach herrlich.

Unser letztes B&B war ein Haus aus dem siebzehnten Jahrhundert. Es war echt faszinierend jeden Tag ein anderes Ambiente vorzufinden. Diese vielen unterschiedlichen Eindrücke der kompletten Tour sind wirklich einzigartig und die Organisation durch Carmel und Till ist einfach gigantisch.

Wir haben uns am letzten Tag noch das Eilean Donan Castle (Filmkulisse aus dem ersten Highlander Film) angeschaut. Jedoch das absolute Highlite an diesem Abend ist das kleine Städtchen Plockton, in dem wir zu Abend essen. Sehr abseits gelegen, versprüht dieser kleine Ort den Charme den man sonst aus Märchen kennt. Ein kleiner Fischerhafen und eine schöne Bucht im Hintergrund. Einfach malerisch. Dort essen wir in einem Fischrestaurant lokale Köstlichkeiten. Das war der perfekte Abschluss für diese geniale Tour.

Das Fazit der Tour lässt sich kaum in Worte fassen. Ich bin begeistert von den Trails, der tollen Landschaft, dem Ambiente, der Ruhe und der Mentalität.

Aber das größte Kompliment geht an Carmel und Till von SOMMERKIND Sportreisen. Ihr habt diese Tour so toll organsiert, vom Transfer über die Auswahl der Strecke, die Unterkünfte bis hin zur Verpflegung war es einmalig und mehr als nur genial.

Als Fazit kann ich nur sagen, ich werde bestimmt wieder einmal nach Schottland kommen, hier ist es wirklich sehr schön und ich werde bestimmt wieder eine Tour mit SOMMERKIND Sportreisen machen, denn besser kann man ein solches Event nicht organisieren.

Zukünftige Reisen können ggf. unter gleichem Namen in abgewandelter Form zum Reisebericht durchgeführt werden.

Hier geht es zur Reisebeschreibung. : HIGHLAND TRAILS


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